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#89 Entführt – Steig nicht ein!

Shownotes

Eine junge Frau, die unter einer Straßenlaterne steht. Ein Spaziergänger, der eine Handtasche findet. Und ein anonymer Brief, der die Ermittler in Alarmbereitschaft versetzt. Heute – bei Spurlos.

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Redaktion

Sylvia Lutz

Natalya Prokhorenko

Ton

Migo Fecke (Soundhouse Tonproduktionen GmbH)

Eine Produktion der StellaLuisa GmbH In Zusammenarbeit mit Endemol Shine Germany und Rainer Laux Productions

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Transkript anzeigen

00:00:02: Eine junge Frau, die unter einer Straßenlaterne steht.

00:00:05: Ein Spaziergänger, der eine Handtasche findet und ein anonymer Brief, der die Ermittler in Alarmbereitschaft versetzt – heute bei Spurlos!

00:00:36: Ist die gerissen, die Kette?

00:00:38: Ja.

00:00:38: Sie sind neu, Sylvie!

00:00:40: Oh, ich hab die falsche Brille.

00:00:41: Hallo, guten Morgen!

00:00:43: Die falschen Brille an.

00:00:44: Sylvie wir laufen schon oder wir lassen weiterlaufen.

00:00:46: Aber ich dachte, die Fahrt ist nie nach meiner Kette gekommen.

00:00:52: Jetzt muss man aber die Hörer und Hörerin mit einbeziehen.

00:00:56: Meine Kette hat geklimpert.

00:00:57: Wir wollten eigentlich gerade anfangen.

00:00:59: Jetzt reich ich sie der Silvia über einen Reigen an Anhänger.

00:01:04: Ich war nämlich in Amerika, in New York und sehe wie weiß was meine Obsession ist.

00:01:10: Kleine Dinge!

00:01:12: Alles in, da kriege ich auch schon wieder so diese Stimme.

00:01:15: Alles im Miniatur.

00:01:17: Magst du die Miniatursachen?

00:01:19: Nein!

00:01:20: Wir sind mich wieder verhungern lässt.

00:01:24: Schau mal das habe ich mit Partner Luke.

00:01:26: Partner Luke jetzt muss ich erstmal hier Ruhe reinbringen.

00:01:29: also ums zu erklären wir waren in New York im Village wie man ja sagt zu dem Viertel, zu dem Invertil in einem Laden.

00:01:35: Da gab es diese Charms Also Anhänger die du gerade da in der Hand wirst Acht Dollar Stück, gefühlt drei Tausend.

00:01:43: Und da dreht jeder der mich kennt weiß es ich drehe durch... Alles was klein ist!

00:01:50: Ein Mini Sushi ein Mini Taxi ein Mini Kauberstiefel und was haben wir uns geholt?

00:01:55: passen zu unserem New York Leben?

00:01:57: Das ist ein Kaffeebecher to go.

00:02:01: Und da ist auch noch eingeritzt alle auf New York!

00:02:04: Oh nein, das gibt die wieder hier.

00:02:08: Guck mal, hier steht auch ein Name, darf ich den vorlesen?

00:02:10: Ja, das ist Cornelia Street.

00:02:13: Alle Taylor Swift-Fans werden es verstehen.

00:02:16: Dir erklär ich gar nicht, ehrlich unter meiner Würde wenn du schon keine Miniatursachen mordst.

00:02:20: Aber jetzt möchte ich doch wissen was Cornelia street ist.

00:02:24: Da hat sie mal gewohnt und da gibts ne Song drüber immer mit unserem Kaffeebecher durchgegangen und meine Tochter und ich haben uns beide diese beiden Charms ausgesucht.

00:02:34: Aber wirklich ist es mir eben wieder aufgefallen, ich liebe alles was so kleine Sachen ist!

00:02:40: Ich habe mich sogar mal in New York so ein Laden raus gesucht die nur... Es bleibt aber unter uns Leute die nur dieses Zubehör für Puppenhäuser verkaufen.

00:02:49: Da raste ich aus.

00:02:52: Sie guckt mich an.

00:02:55: Als würde ich ihr gerade erzählen, dass mich nachts Außerirdische entführen und Interviews mit mir machen.

00:03:03: So guckst du mir an!

00:03:10: Ich bin so glücklich, dass es Mode ist.

00:03:17: Jetzt passt für mich alles zusammen!

00:03:20: Geht dir dein Herz auf wenn alles in ganz klein geht?

00:03:24: Gib mir meine Kette wie du schon mal wär ich nervös.

00:03:26: Ich hab alles in Kleinen zu Hause.

00:03:28: So Kettenkram und die ganze Familie weiß das.

00:03:31: Wenn... ...ich mochte auch früher diese Poly Pocket Püppchen.

00:03:34: kennst du das?

00:03:35: Ja.

00:03:35: Und du kannst ja mit alles gar nix anfangen.

00:03:37: also du stehst vor mir und sagst okay was is'n mit dir?

00:03:41: Ja, also ich glaube... Ich durchforste.

00:03:44: Ich scanne mein ganzes Leben?

00:03:45: Nein!

00:03:46: Ich habe nichts in Miniatur.

00:03:49: Ich bin ja auch Miniaturt.

00:03:51: Ich weiß aber nicht was es bedeutet, ob das jetzt einen tieferen psychologischen Hintergrund des Ganzen hat.

00:03:56: Aber mir geht da richtig, richtig doll das Herz auf wenn irgendetwas so ganz klein nachgemacht wird.

00:04:03: Bleibe auch an dementsprechenden Videos im Internet hin.

00:04:06: Ich werde zu einer skurrile alte Omi.

00:04:08: Ich glaub' ich hol mir dann so ein Puppenhaus.

00:04:10: Das würde mich sehr befriedigt.

00:04:12: Der Migo schüttelt nur noch den Kopf!

00:04:14: Okay, Migo ich habe die Kette abgenommen mit meinem Kaffeepächer und meiner kleinen Strassenschild.

00:04:19: Anilia Street Lass uns doch wieder erwachsen werden und wir beginnen mit der heutigen Geschichte.

00:04:25: Genau Eine junge Frau wartet in der Dunkelheit an einer Straße.

00:04:30: Sie soll gleich hier abgeholt werden.

00:04:32: Kurze Zeit später ist sie verschwunden.

00:04:34: Noch in derselben Nacht beginnt eine große Suchaktion.

00:04:37: Streifenwagen fahren die Umgebung ab, Zeugen werden befragt und Hinweise gesammelt – doch von der jungen Frau fehlt jede Spur!

00:04:45: Erst vierzig Jahre später wird ein geheimnisvoller Brief auftauchen, indem jemand behauptet zu wissen was in dieser Nacht beschehen ist.

00:04:56: Es ist Dezember im Jahr-Zwei-Tausend-Dreiundzwanzig.

00:04:59: Bei der Polizei Bonn geht einem Brief ein.

00:05:02: Polizeipräsidium Bonn steht in der Adresszeile Direktion Kriminalität, Schrägstrich Mordkommission.

00:05:11: Die diensthabende Beamten nimmt dem Brief entgegen und prüft ihn von außen kurz auf handschriftliche Hinweise oder Auffälligkeiten – doch es gibt keine!

00:05:21: Auch ein Absender ist nicht vermerkt.

00:05:23: Dann öffnet sie vorsichtig das Kuvert- und entnimmt fünf Dienervierseiten.

00:05:29: Sie sind sauber mit dem Computer geschrieben und ordentlich formatiert.

00:05:33: In der Betreffzeile steht ungelöster Mordfall.

00:05:38: Aber auch hier auf den fünf Briefseiten findet sich kein Absender, kein Name, keine Adresse und keinen Hinweis darauf wer das Schreiben verfasst haben könnte.

00:05:49: Als die fünf eng beschriebenen Seiten kurze Zeit später auf dem Schreibtisch der zuständigen Ermittler liegen ist allen Beteiligten sofort klar, dass könnte endlich die entscheidende Wendung sein, auf die sie so lange gewartet haben.

00:06:04: Vielleicht enthält dieser Brief den maßgeblichen Hinweis, den Schlüssel der alles verändern könnte.

00:06:11: Die Ermittler sehen sich an.

00:06:13: Erste Fragen stehen im Raum – weiß der Verfasser dieses Briefes tatsächlich mehr?

00:06:19: Oder erweckt er nur den Anschein?

00:06:22: Bringt dieser Brief endlich den erhofften Durchbruch oder führt er zu einer weiteren Spur die wertvolle Zeit kostet und ihm nichts verlaufen wird?

00:06:33: Es geht in diesem Brief um ein schreckliches Verbrechen.

00:06:36: Ein Verbrechend, das vierundvierzig Jahre lang nicht aufgeklärt werden konnte – ein Verbrechnen, dass die Menschen in der ganzen Region zutiefst erschüttert und bewegt hat!

00:06:46: Die Ermittler arbeiten dem Brief immer wieder durch.

00:06:49: Der anonyme Verfasser schildert Details des Verbrechtens, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind.

00:06:56: Einzelne Angaben wirken zu präzise, zu spezifisch, um bloß erfunden zu sein….

00:07:03: Gleichzeitig bleiben entscheidende Informationen waage oder werden bewusst ausgespart.

00:07:09: Genau das macht es so schwer, die Bedeutung dieses Schreibens einzuordnen.

00:07:15: Die Ermittler fragen sich ob der Verfasser des Briefes mehr ist als ein anonymer Trittbrettfahrer?

00:07:21: Was wenn er tatsächlich die Wahrheit kennt?

00:07:24: Oder schlimmer noch was, wenn er selbst Teil dieses Verbrechens war?

00:07:29: Über vier Jahrzehnte hinweg blieb der Fall, um den es in dem Brief geht ungelöst.

00:07:35: Irgendwo dort draußen gibt es einen Mörder, der immer noch nicht gefasst wurde und der nun möglicherweise überführt werden könnte.

00:07:44: Der Mittler leiten kurze Zeit später eine große Suchaktion ein.

00:07:48: Sie bitten die Bevölkerung um Mithilfe Und sie hoffen dass der Verfasser des Briefes gefunden werden kann.

00:07:55: Jede kleinste Spur wird überprüft Doch niemand kann helfen.

00:08:00: Die Person, die auf fünf Seiten Details geschildert hat, die die Ermittler der Mordkommission nach Jahrzehnten endlich zum Täter führen könnten, bleibt spurlos verschwunden.

00:08:16: Immer wieder arbeiten die Ermitter den Brief durch, der im Dezember in der Morde-Kommission eingegangen ist.

00:08:23: Sie vergleichen die Angaben mit den vorhandenen Akten und suchen nach Übereinstimmungen.

00:08:44: Doch je genauer die Ermittler der Mordkommission hinschauen, desto eindeutiger wird das Bild für sie.

00:08:51: Denn einige Details im Brief lassen sich nicht einfach wegdiskutieren – es sind Details, die nie öffentlich bekannt waren!

00:08:59: Es sind Einzelheiten, die nie in Pressemitteilung standen.

00:09:02: Die nie veröffentlicht wurden und die nur in den internen Akten der damaligen Ermittlungen dokumentiert

00:09:09: sind.".

00:09:11: Und genau das lässt die Ermittler nicht los!

00:09:16: Aber diese Geschichte – so viel haben wir jetzt schon verstanden – beginnt sehr viel früher, genauer gesagt, vierzeig Jahre früher Bedeutet, wir verlassen also fürs Erste dieses Polizeipräsidium Bonn und auf das Jahr im Jahr-Zw.

00:09:32: und wir springen dementsprechend weit zurück in die Siebzigerjahre?

00:09:36: Ja!

00:09:37: Wir springen in die siebzigere Jahre – und zwar an das Ende der Sebziggerjahrel genauer gesagt in des Jahr-Ninzehnhundertneunundsebzig.

00:09:44: Das ist die Zeit, in der Jugendliche noch Plattenspieler und Kassettenrekorder in ihren Zimmern haben.

00:09:49: Ich auch, ich war da neun.

00:09:51: Und ich hatte glaube den Bravo-Starschnitt von ... Kennst du noch?

00:09:54: The Teens, kennst du den noch?

00:09:56: Na klar.

00:09:57: Die Teens... Aber ich war eigentlich noch mehr Kind!

00:10:00: Ich wollte die cool finden aber eigentlich war ich noch ein Kind.

00:10:04: Das war die Zeit ja.

00:10:05: Lang ist sehr und ich habe den Kassettenrekorder von meiner großen Schwester geerbt und hab dann... Aufgenommen wie alle.

00:10:12: Man hat immer aufgenommen aus dem Radio.

00:10:13: Und da hat der Vater reingelabert und dann war in dem Song von den Teens mein Papa oder der Moderate.

00:10:21: Irgendwann hat jemand gestört.

00:10:23: Und das ist auch die Zeit der grünen, braunen und orangefarbenen Tapeten.

00:10:28: Die Zeit der Corthosen, der Schlag jeans... Ja!

00:10:31: ...und der buntgemusterten Hemden.

00:10:32: Und Star Wars glaube ich war, wie es gerade in den Kinos gekommen ist, genau.

00:10:36: Okay.

00:10:37: Und Skateboards gab's seit Neuestem und BMX-Rädern.

00:10:39: So spätestens jetzt ist die komplette Gensie bei uns raus und ist gerade so eingenickert vorm Händel.

00:10:45: Und alle anderen sind sentimental und erinnern sich.

00:10:49: Also das heißt, man hat sich eben damals nicht online getroffen.

00:10:53: Sondern in echt!

00:10:55: Man hat sich verabredet.

00:10:57: Manche im Jugendzentrum am Kiosk auf dem Fußballplatz.

00:11:02: Man hat keine Nachrichten geschrieben.

00:11:04: Das ging nicht sondern... ...man hat sich für ein Telefonat übers Festnetz verabreadet und hat dann gewartet zu Hause dass das Telefonate kommt.

00:11:13: so So ist das.

00:11:15: Und dass es das Jahr, in dem sich unsere heutige Geschichte zuträgt, das Jahr neunzehntneunundsebzig.

00:11:22: und der Ort?

00:11:23: Das is die Eifel!

00:11:24: Die Eifels liegt südwestlich vom Bonn-Ungköln und ja...die Region erstreckt sich bis hin zur belgischen Grenze.

00:11:31: Die Eiffel ist eine sehr ländliche Gegend geprägt von dichten Wäldern, Hügeln kleinen Dörfern und abgelegenen Straßen.

00:11:43: Im Landkreis Ahrweiler, hier lebt Claudia mit ihren Eltern und ihren beiden Brüdern.

00:11:47: Und um Claudia geht es heute!

00:11:50: Sie ist siebzehn Jahre alt und Schülerin und besucht ein Mädchengymnasium in Rheinbach.

00:11:55: Rhein Bach liegt etwa sechs Kilometer von Claudias Wohnort Berg entfernt – und Claudia fährt morgens immer mit dem Bus zur Schule.

00:12:02: das dauert je nach Verbindung etwa dreißig Minuten.

00:12:06: Heute ist dieses Gymnasium keine reine Mädchenschule mehr, aber als Claudia in die zwölfte Klasse ging, wurden dort nur Mädchen unterrichtet.

00:12:16: Übrigens ist das wirklich ein ganz imposantes Gebäude, haben wir uns angeguckt.

00:12:21: also auf Bildern.

00:12:22: es sieht aus wie so einen Landschloss oder sogar Kloster und genau gegenüber von der Schule liegt der Stadtpark von Reimbach mit alten Bäumen grünflächen umbänken.

00:12:34: Claudia ist eine sehr gute Schülerin, sie ist beliebt.

00:12:37: Sie wird als aufgeschlossen beschrieben und als lebenslustig.

00:12:41: Sie liebt Musik und sie feiert gern mit ihren Freunden.

00:12:44: Genau was absolut normal und typisch für eine siebzehnjährige ist.

00:12:49: das auch ein traumhaftes Alter.

00:12:52: Wir haben hier zwei Bilder von Claudia.

00:12:56: Ja formal würde ich erst mal sagen Typische Fotos der Zeit aus den siebziger Jahren würde man sofort erkennen.

00:13:04: Und ist das eine Außendauerwelle, sagt man es so?

00:13:07: Ich weiß nicht.

00:13:08: Auf jeden Fall wie dieser Fahrer Foreset-Schnitt nur in kürzer zum Haarschnitt.

00:13:13: Ja, so ein locker lockender.

00:13:15: Genau und sie lächelt.

00:13:18: auf einem der Bilder sieht er sehr nett aus hat ne sehr prägnante Brille die jetzt schon wieder nördig cool wäre würde ich sagen.

00:13:26: große Brille.

00:13:28: Ein offenes Mädchen aber Ich finde, auch andererseits oder vielleicht sogar ohne Aber darüber hinaus wirkt sie korrekt in so einem guten Sinne.

00:13:39: Das wäre eine Claudia, wo ich weiß wenn die mir die Hausaufgaben versprochen hat mitzubringen Wenn ich krank bin dann macht die das auch hundert Prozent.

00:13:49: Eine verlässliche Freundin.

00:13:51: Blonde mittellange Haare diese Lockenfallen um ihr Gesicht und da ist eben diese Brille.

00:13:59: Und diese Brille wird im Laufe dieser Folge auch noch mal eine Rolle spielen oder besser gesagt, sie könnte eine Rolle spielen.

00:14:07: Aber dazu später mehr!

00:14:09: Also eine in gutem Sinne ganz normale junge Frau die das Leben genießt, die gerade auf so einer Zielgeraden zum Abitur ist und eigentlich bereit ist ins Leben zu starten.

00:14:21: In diesem Jahr neunundsiebzig ist es jetzt März.

00:14:26: Am Morgen des achtundzwanzigsten März ist ein Mittwoch sitzt Claudia mit ihrer Mutter am Frühstückstisch.

00:14:32: Es ist sehr früh, denn sie muss gleich mit dem Bus nach Rheinbach zu ihrer Schule

00:14:35: fahren.".

00:14:36: Claudia erzählt ihrer Mutter das an diesem Abend eine Dia-Vorführung in ihrer Schule stattfindet.

00:14:41: Claudia ist in der zwölften Klasse und vor einiger Zeit war sie auf Klassenfahrt in Rom.

00:14:47: Und nun sollen die Bilder gezeigt werden, aufgenommen wurden.

00:14:52: Kurz zur Erklärung, wirklich für die Jungen ein Dia oder Diapositiv sagt man ist ein Bild das man auf eine Leinwand oder eine Wand projizieren kann also vergleichbar mit dem Beamer.

00:15:04: ja und Für den Abend in der Schule war so ein geselliges Zusammensein geplant wahrscheinlich mit Snacks und Getränken Kann man sich gut vorstellen.

00:15:12: Genau und eben diese Dias Diese Bilder aus Rom um das alles nochmal so Revue passieren zu lassen Konnte sie aber auch ganz schön ziehen.

00:15:20: so ein Diabend, muss man sagen.

00:15:22: Vor allem wenn Eltern den veranstaltet haben... Das stimmt!

00:15:25: Aber ich glaube für die Schüler war das eine coole Sache da.

00:15:30: Zurück zum Frühstückstisch?

00:15:32: Die Mutter nickt und sie fragt ob Claudia in der Zeit zwischen Schulschluss und dem Diabenden noch einmal nach Hause kommt.

00:15:38: Aber Claudia schüttelt den Kopf.

00:15:40: nein Sie hatten nicht vor nach Hause zu kommen, sie wird in Rheinbach bleiben.

00:15:44: Sie hat an diesem Nachmittag nämlich noch Sport Und dann wollen Sie und Ihre Freundinnen gemeinsam in eine Pizzeria in Rheinbach gehen.

00:15:51: Muss ich auch nochmal kurz einhaken, wirklich auch ein Klassiker der Zeit.

00:15:56: Da gab es ja jetzt noch nicht so viel Essen aus anderen Ländern die Pizzi-Ria das war schon das Ding.

00:16:03: Also ich habe mit meiner Freundin manchmal zwanzig Minuten überlegt welche Pizza teilen wir uns heute?

00:16:08: Das war schon also wenn man da so ein bisschen Geld bekommen hat um die Pizza essen zu gehen war schon ziemlich cool.

00:16:16: So, der Abend beginnt in den Neunzehnten und alle werden von der Pizzeria aus zusammen zur Rückzelschule laufen.

00:16:25: Der Dierabend wird gegen zweiundzwanzig Uhr enden, Claudia wird also erst spät zu Hause sein.

00:16:30: Ich möchte aber nicht dass du tremmst", sagt ihre Mutter.

00:16:34: Claudias ältere Bruder mischt sich nun in das Gespräch am Frühstückstisch ein und er bietet an, Claudia nach Veranstaltung mit dem Auto in Reimbach abzuholen.

00:16:44: Allerdings kann er erst gegen zweiundzwanzig Uhr losfahren, denn an diesem Abend läuft im Fernsehen eine Folge von Starsky und Hatsch, die ihr unbedingt sehen möchte.

00:16:54: Diese Sendung endet um zwanzig uhr!

00:16:57: Das passt perfekt, denn der Dierabend auf dem Claudia ist wird ja auch gegen Zweiundzwanzig Uhr zu Ende sein – die beiden Geschwister verabreden sich also.

00:17:06: Sobald die Starsky- und Hatzfolge vorbei ist, wird sich Claudias Bruder direkt auf den Weg nach Rheinbach machen um sie vor der Schule abzuholen.

00:17:16: Für die Strecke von Berg nach Rheinbach braucht man mit dem Auto etwa fünfzehn Minuten, das bedeutet Claudias Bruder kann um Viertel nach Zehen vor der Schule

00:17:26: sein.".

00:17:27: Der Mittwoch verläuft erstmal völlig normal und genauso wie er geplant war.

00:17:31: Claudia fährt nach dem Frühstück mit dem Bus nach Rheinbach.

00:17:34: Sie geht zur Schule und besucht den Unterricht.

00:17:37: danach ist sie noch beim Sport.

00:17:39: Anschließend trifft sie sich mit ihren Freundinnen in einer Pizzeria in Rheinbach.

00:17:43: Nach dem Essen machen sich dann alle gemeinsam zurück auf den Weg zur Schule, wo pünktlich um neunzehn Uhr dreißig der Dierabend beginnt.

00:17:51: Um einundzwanzig Uhr fünfundvierzig verlässt Claudia zusammen mit einer Freundin die Veranstaltung und die beiden jungen Frauen gehen nach draußen.

00:18:00: Sie unterhalten sich noch ein paar Minuten vor der großen Eingangstüre der Schule.

00:18:05: Claudia sagt dass sie ihrem Bruder jetzt entgegengehen wird er müsse ja gleich da sein.

00:18:10: Die Freundin möchte Claudia begleiten und mit ihr gemeinsam auf die Ankunft des Bruders warten, denn es ist dunkel und windig.

00:18:18: Und um diese späte Uhrzeit wirkt das hier gegenüber vom Stadtpark etwas unheimlich.

00:18:24: Aber Claudia winkt ab.

00:18:26: Es ist viel zu kalt sagt sie – auch gar nicht nötig.

00:18:29: Sie schlägt vor dass die Freundin lieber wieder zurück ins Schulgebäude geht Während sie selbst schon ein Stück die Straße entlang laufen will.

00:18:38: Die beiden jungen Frauen verabschieden sich voneinander, die Freundin geht wieder hinein in die Schule und Claudia geht ein paar Meter die dunkle Straße entlang.

00:18:47: Um zwanzig Uhr macht sich Claudias Bruder zu Hause in Berg bereit für die Abfahrt.

00:18:53: Eigentlich hatte er vor seinen eigenen Wagen zu nehmen aber dann spricht er kurz mit seinem Vater und bittet ihn ob er sein Auto benutzen kann.

00:19:01: Der Vater ist einverstanden und gibt dem Sohn die Autoschlüssel.

00:19:04: Claudias Broder verlässt das Haus pünktlich Er startet den Wagen und fährt los.

00:19:10: Zur gleichen Zeit in Rheinbach, einige Schülerinnen kommen nun aus dem Schulgebäude und machen sich in der Dunkelheit auf den Heimweg.

00:19:18: Sie sehen Claudia an der Neugartenstraße.

00:19:21: das ist direkt am Stadtpark.

00:19:23: sie steht unter einer Laterne wahrscheinlich damit sie der Bruder nicht übersieht.

00:19:28: die Klassenkameradinen werden später aussagen dass ihnen dort in der Nähe auch ein kleiner heller PKW aufgefallen sei.

00:19:37: Besonders ungewöhnlich erschien ihnen, dass das Auto gegen die Fahrtrichtung am Straßenrand stand.

00:19:43: Doch an diesem Abend können sie nicht ahnen, dass diese kleine unscheinbare Beobachtung bald dramatische Folgen haben

00:19:51: wird.".

00:19:53: Wenige Minuten später – es ist jetzt kurz nach zwanzig Uhr – geht ein Fußgänger in Rheinbach in der Nähe der Schule die dunkle Straße am Stadtpark entlang.

00:20:01: er führt seinen Hund aus!

00:20:03: Er sieht eine junge Frau, die unter einer Laterne steht und wartet.

00:20:07: Er beachtet sie aber nicht und geht mit seinem Hund weiter.

00:20:37: und drängt sie hinüber zum Beifahrersitz.

00:20:40: Dann steigt er selbst ein, startet den Wagen und fährt los.

00:20:45: Der Spaziergänger sagt später Er konnte die Situation nicht eindeutig einordnen.

00:20:50: Auf den ersten Blick hat es auf ihn nicht so gewirkt als hätte sich Claudia gewährt oder sei sie gegen ihren Willen mit Gewalt in das Auto geschoben worden.

00:21:01: Trotzdem bleibt bei ihm ein ungutes Gefühl zurück.

00:21:05: Ja, er sagt die ganze Situation ist für ihn schwer einzuschätzen.

00:21:11: Er lässt mich schon so unzufrieden zurück.

00:21:15: Ich meine, er ist ja durch einen Hilferuf überhaupt zurückgegangen und auf diese Situation aufmerksam geworden.

00:21:24: Man sollte da immer noch mehr auf seinem Bauch... Ja, sie hat sich nicht gewährt.

00:21:29: Das war für ihn nicht eindeutig erkennbar.

00:21:32: ob es ihm notwendig war.

00:21:33: Stimmt aber man könnte einmal brüllen ist alles in Ordnung oder so.

00:21:36: Aber das kostet natürlich ein hohes Maß an Überwindung.

00:21:41: Das ist einfach so.

00:21:42: Es ist im Menschen so verankert und man muss sagen es waren nicht die Zeit des Handys.

00:21:47: Sonst würde man in so einer Situation vielleicht auch die Polizei rufen und sagen hier war gerade eine seltsame Situation.

00:21:54: Ich würde mir immer weniger Hemmungen, Wünschen von Zeugen in solchen Situationen.

00:22:02: Weil der Nutzen könnte so viel größer sein wenn man Hämmungen überwindet.

00:22:08: Trotzdem er hatte nicht das Gefühl dass er eingreifen müsste?

00:22:11: Ja aber sie hat ja um Hilfe gerufen weißt du also schwierig.

00:22:17: Also im Gottes will ich mich nicht verurteilen.

00:22:20: was hätte verhindert werden können.

00:22:22: Was ihm komisch vorkam Das war tatsächlich, dass der Mann Claudia von der Fahrerseite raus in das Auto geschoben hat.

00:22:30: Das hat ihn irritiert.

00:22:32: Ja, Hilfe ruft plus das!

00:22:35: Es ist jetzt zweiundzwanzig Uhr fünfzehn und inzwischen ist Claudias Bruder vor der Schule eingetroffen.

00:22:41: Er stellt den Wagen ab und geht zum Haupteingang wo noch immer ein paar Schülerinnen und eine Lehrerin stehen und sich lebhaft unterhalten.

00:22:50: Claudias bruder begrüßt alle die meisten kennen ihn Und er fragt, wo Claudia sei.

00:22:55: Die Lehrerin ist überrascht und sie antwortet dass Claudia schon vor einer ganzen Weile aufgebrochen sei.

00:23:01: Claudias Bruder nickt!

00:23:02: Er kann sich schon denken, dass Claudia irgendwo draußen auf ihn wartet.

00:23:06: Er verabschiedet sich von den Frauen und setzt sich in sein Auto.

00:23:10: Dann fährt er die Strecke ab an der er Claudia vermutet – die Straße am Stadtpark.

00:23:17: Er kommt auch an der Straßendaterne vorbei aber da isst niemand….

00:23:21: Claudias Bruder fährt nun alle Straßen rund um das Gymnasium ab, in der Hoffnung, Claudia zu finden.

00:23:28: Während Claudius Bruder noch immer die Straßen rundum die Schule absucht ist der Spaziergänger mit seinem Hund zunächst weitergegangen.

00:23:35: Doch diese Situation lässt ihn nicht los!

00:23:38: Dieser vermeintliche Hilfeschrei der kleine helle Wagen und junge Frau, die durch die Fahrradtüre ins Innere des Autos geschoben wurde.

00:23:45: je länger er darüber nachdenkt, desto größer wird sein Unbehag.

00:23:48: Etwas an diesen Ereignissen passt für ihn nicht zusammen.

00:23:53: Der Spaziergänger dreht also um und geht wieder zurück zu der Stelle, an der der Pkw gestanden hatte als Claudia einstieg.

00:24:00: Er sieht sich auf der dunklen Straße um Und dann entdeckt er einen paar Meter weiter auf dem Asphalt eine Handtasche.

00:24:08: Claudias Bruder ist immer noch auf den Straßen rundum die Schule in Rheinbach unterwegs Doch er kann Claudia nirgends entdecken.

00:24:16: Er fährt die Strecke mehrfach ab Er verlangsamt an jeder Ecke, er schaut in den Seitenstraßen und hält oft kurz an um genauer hinzusehen.

00:24:25: Aber von Claudia fehlt jede Spur.

00:24:28: Also nochmal zur Erinnerung wir sind ja im Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig.

00:24:31: wie gesagt es gibt keine Handys und das bedeutet es gibt halt auch keine kurze Nachfrage übers Telefon eine WhatsApp.

00:24:38: wo bist du?

00:24:39: Claudias Bruder hat also gar keine andere Möglichkeit, als einfach durch die Gegend zu streifen mit dem Auto und die Straßen immer wieder nach seiner Schwester abzusuchen.

00:24:50: Der Spaziergänger mit dem Hund ist inzwischen mit der Handtasche zur nächsten Polizeistation gelaufen.

00:24:55: Immerhin!

00:24:57: Dort berichtet er was er beobachtet hat und er übergibt den Beamten die Tasche.

00:25:02: Die Polizisten durchsuchen den Inhalt und sie finden einen Schülerausweis.

00:25:06: Darauf stehen Claudias Name und ihre Anschrift.

00:25:10: Die Polizeibeamten stellen dem Spaziergänger noch ein paar Fragen, dann beschließen sie zu der Adresse zu fahren um zu hören ob Claudia inzwischen sicher Zuhause angekommen ist.

00:25:20: Der Spazieregänger beschreibt übrigens auch den Wagen in denen Claudia eingestiegen ist erinnert sich dass es ein recht kleiner heller PKW war und das er einen Reuskirchner Kennzeichen hatte also EU aber an die weiteren Nummer erinnerte sich der Spaziegänger nicht.

00:25:36: Kurze Zeit später klingeln zwei Polizisten an der Haustür von Claudias Eltern.

00:25:42: Sie werden hereingebeten und erfahren, dass Claudia noch nicht zurück ist!

00:25:46: Die Eltern sind beunruhigt – denn eigentlich hätten Claudia und ihr Bruder schon längst wieder zu Hause sein müssen….

00:25:53: die Stimmung ist angespannt ….

00:25:54: niemand weiß was passiert ist….

00:25:56: Und alle warten nervös.. Dann trifft Claudias Bruder zuhause ein... allein Er berichtet, dass er die Umgebung rund um das Gymnasium in Rheinbach mehrfach abgesucht habe.

00:26:08: Ohne Erfolg!

00:26:09: Claudia war nirgends zu

00:26:10: finden.".

00:26:11: Die Polizei wird sofort aktiv – denn es ist jetzt völlig klar, dass etwas Schreckliches passiert sein muss.

00:26:18: Alle Streifenwagen in der Umgebungen werden nun per Funk über das Verschwinden von Claudia informiert.

00:26:23: Man geht davon aus, dass sie entführt wurde.

00:26:26: In dieser Nacht durchkämmen die Einsatzkräfte der Polizei.

00:26:31: Bis in die frühen Morgenstunden sind sie unterwegs, sie kontrollieren Straßen Wege und Parks.

00:26:36: Doch von Claudia und dem kleinen hellen Fahrzeug das der Spaziergänger beschrieben hatte fehlt jede Spur.

00:26:43: Am folgenden Morgen es ist Donnerstag der neunzwanzigste März richtet die Bonner Kriminalpolizei eine zwölfköpfige Sonderkommission ein, die sich ausschließlich mit dem Verschwinden von Claudia beschäftigen soll.

00:26:56: Die Ermittler aus Bonn fahren nach Reimbach und beziehen im Laufe des frühen Vormittags einige Arbeitsräume in der dortigen Polizeistation.

00:27:04: Von hier aus sollen ab sofort alle Maßnahmen koordiniert und gesteuert

00:27:09: werden.".

00:27:19: Die Sonderkommission arbeitet mit Hochdruck, befragt Zeugen, sammelt Hinweise und koordiniert die Suche nach Claudia um schnellstmöglich herauszufinden was es mit ihr geschehen sein könnte.

00:27:37: Allen ist klar das Claudia in größter Gefahr schwebt und dass sie jede Minute zählt!

00:27:53: Zusätzlich kontrollieren Beamte Straßen, Hinterhöfe und verlassene Gebäude.

00:27:58: Viele Bürger aus Rheinbach und der Umgebung beteiligen sich an der Suche – das Verschwinden von Claudia lässt niemanden umberührt.

00:28:06: Nachbarn, Freunde und auch Fremde arbeiten gemeinsam mit der Polizei, um die siebzehnjährige Schülerin zu

00:28:13: finden.".

00:28:14: Die Polizeibeamten befragen nun auch die Klassenkameradinnen von Claudia.

00:28:18: Sie wollen wissen ob ihnen etwas Ungewöhnliches aufgefallen ist.

00:28:22: Eine Gruppe von jungen Frauen berichtet, dass sie Claudia am Abend zuvor an der Straße stehen gesehen hätten unter der Laterne und das sie dort auf ihren Bruder gewartet hätte.

00:28:32: Und sie berichten auch von dem kleinen hellen Pkw, der ganz in der Nähe von Claudia am Straßenrand gepackt hatte – und zwar entgegen der Fahrtrichtung, deshalb war er ihnen ja aufgefallen!

00:28:42: Dieser Wagen hatte einen Euskirchner-Kennzeichen also die Kennung EU aber an den Rest der Nummer erinnern sich nicht mehr.

00:28:51: Dann sprechen die Polizeibeamten mit einer Klassenkameradin von Claudia.

00:28:55: Sie heißt Petra.

00:28:57: Petra hatte den Dia-Vortrag am Abend zuvor als erste verlassen, das war so gegen einundzwanzig Uhr dreißig.

00:29:04: Sie lief auf dem Bürgersteig eine Straße entlang – es war dunkel und windig!

00:29:09: Plötzlich bemerkte sie einen kleinen hellen Pkw mit äußkirchner Kennzeichen der ungewöhnlich langsam an ihr vorbei fuhr.

00:29:18: Einige Meter weiter stoppte der Wagen, wendete auf der Straße und fuhr erneut ganz langsam an ihr vorbei.

00:29:25: Petra fühlte sich unwohl – sie ging schneller und achtete genau auf das Fahrzeug!

00:29:31: Dann wendet der PKW hinter ihr wieder um passierte sie ein drittes Mal bevor er schließlich aus ihrem Sichtfeld verschwand.

00:29:40: Jetzt bestand für Petra kein Zweifel mehr ….

00:29:42: Der Fahrer schien sie gezielt im Blick zu haben….

00:29:45: Sie ging immer schneller, aber der Wagen war nun in der Dunkelheit verschwunden.

00:29:51: Petra atmete auf!

00:29:53: Doch dann kam er auf einmal ein Mann auf dem Bürgersteig entgegen.

00:29:57: Sein Auftreten wirkte bedrohlich und Petra hatte Angst.

00:30:01: Aber zum Glück war sie bereits vor dem Haus ihrer Eltern angekommen.

00:30:05: Sie lief schnell zur Haustür, griff hastig nach dem Schlüssel und schloss auf.

00:30:09: Drinnen verriegelte sie die Tür hinter sich, atmete tief durch und versuchte, das unheimliche Erlebnis zu verarbeiten.

00:30:18: Also da kommen einem ja, finde ich zwei Gedanken an dem Punkt in den Kopf.

00:30:25: Und zwar hat jemand einfach einen Opfer gesucht – das ist ja offensichtlich – und diese Petra hat einfach Glück gehabt dass sie jetzt direkt vor dem Haus der Eltern stand als dieser Mann aus dem Auto anscheinend auch ausgestiegen ist und auf sie zugelaufen kamen Dann ist es ja, glaube ich sehr gut nachvollziehbar dass er sich um ein und denselben Fahrer gehandelt haben muss der da von unterschiedlichen Zeugen auch beobachtet wurde.

00:30:53: Der Mann in diesem Verkehr herum gepackten PKW... ...der Mann der an Petra mehrfach vorbeifuhr und eben der Mann den auch dieser Spaziergänger mit dem Hund beobachtet hatte und der Claudia in sein Auto geschoben hat.

00:31:11: Petra und der Hundebesitzer, die beschreiben den Fahrer des hellen Pkw als recht jung.

00:31:17: Und etwa einst siebzig Meter groß!

00:31:20: Aber an das genaue Kennzeichen kann sich niemand mehr erinnern.

00:31:24: EU, das ist alles was den Zeugen in Gedächtnis geblieben ist.

00:31:28: Ja und EU, es steht für den Kreis Euskirchen, dass auch die Kennung unter der die Fahrzeuge hier in Rheinbach registriert sind.

00:31:35: Claudius Heimat-Eutberg hat übrigens ein anderes Auto-Kennzeichen.

00:31:39: Dort fahren die Fahrzeuge unter der Kennzeichnung AW.

00:31:42: Ich hab bisher zwei Gedanken, der andere Gedanke ist ... Weil man würde hier erst mal denken, okay, er hat einfach nach einem jungen Mädchen gesucht?

00:31:49: Der lag auf der Lauer, ne?

00:31:50: Ja, der lag auf einer Lauer.

00:31:52: Ich stelle aber andererseits auch in Raum oder hat er nach Claudia gesucht.

00:31:58: Ah, okay!

00:31:59: Das würde eine ganz andere Schiene aufmachen.

00:32:01: Also da war es ja dunkel.

00:32:04: Wenn man jetzt sagt das ist jemand, der's auf Claudia abgesehen hat... fahre ich da Fragezeichen mehrfach vorbei, um zu verifizieren.

00:32:13: Ob sie das ist?

00:32:13: Ist sie das?

00:32:15: Andererseits wäre dann ausgestiegen und auf Sie zugang vielleicht weil er Sie immer noch nicht erkannt hat... Es ist dunkel, wir dürfen nicht vergessen.

00:32:23: es ist wirklich schon dunkel in dieser Nacht Was für die Theorie auch sprechen könnte.

00:32:28: Wir wissen jetzt leider nicht wie diese Petra aussah ob sie ihr im weitesten Sinn vielleicht von der Frisur her oder Statue ähnlich sah.

00:32:37: Also ich finde, das ist an der Stelle noch relativ offen.

00:32:40: Hat er einfach ein weibliches Zufallsopfer gesucht oder hat er Claudia gesucht?

00:32:44: Wollte er direkt Claudia entführen?

00:32:46: ja!

00:32:47: Es meldet sich auch eine Frau die am Abend zuvor vor ihrem Fenster ausgesehen hat wie Claudia mit einem Mann zu dem hellen kleinen Wagen ging.

00:32:56: Ihre Aussage deckt sich mit der des Spaziergängers, der mit seinem Hund zur gleichen Zeit unterwegs gewesen war und dasselbe gesehen hatte.

00:33:04: Der Mann hatte den Arm um Claudia gelegt, und Claudia schien sich nicht zu wehren.

00:33:11: Also diese Aussagen dieser Zeugen am Fenster und der Spaziergängers deuten darauf hin, dass Claudia keine aktive zur Erkennung gegen wer geleistet hat – jedenfalls nicht als der Mann mit ihr wohl zum Wagen gegangen ist!

00:33:28: Und weil sie sich so ruhig und eher passiv verhielt vermuten die Ermittler, dass sie möglicherweise bedroht wurde.

00:33:35: Also durch eine Waffe, durch ein Messer vielleicht und eingeschüchtert war wahrscheinlich.

00:33:41: Ja, denn dieser fremde Mann ist ganz nah neben ihr gegangen der hatte den Arm um Sie gelegt.

00:33:46: Und hat dann wahrscheinlich in einer Hand vielleicht einen Messer eingehalten?

00:33:49: So wenn das reißt bringe ich dich oben!

00:33:51: Der Donnerstag vergeht ohne dass es eine Spur von Claudia gibt.

00:33:55: für die Ermitter isst die Suche nach Claudia ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.

00:34:00: Am folgenden Tag, es ist Freitag der dreißigste März, neunzehnhundertneunundsiebzig.

00:34:05: Ist ein Mann mit seinem PKW in der Eifel auf der Landstraße Elvierhundertachtundneunzig zwischen Bad Münster-Eifel und Scheuren unterwegs.

00:34:14: Er hält an einem Parkplatz, der Wolkenbruch heißt und steigt kurz aus um sich die Beine zu vertreten.

00:34:20: Neben dem Weg im Wald hinter den Parkplatz fällt ihm plötzlich etwas auf.

00:34:25: Er bleibt stehen, schaut genauer hin und er zögert einen Moment.

00:34:29: Dann tritt er näher.

00:34:31: Zwischen Ästen und dichten Gestrüpp erkennt er schließlich, was dort vor Borgen liegt.

00:34:36: Es ist der leblose Körper einer jungen Frau.

00:34:39: Der Mann läuft zurück zu seinem Auto, steigt ein und fährt los.

00:34:43: Wenige Minuten später sieht er einen Streifenwagen, der ihm langsam auf die Straße entgegen kommt.

00:34:48: Der Mann hält an, springt aus seinem Pkw Und macht durch wildes Winken auf sich aufmerksam.

00:34:54: Die Polizisten im Streifenwagen sind gerade mit zwei Hundeführern auf dem Weg zu einem Sucheinsatz.

00:35:00: Wie alle Einsatzkräfte in der ganzen Umgebung versuchen, sie Claudia zu finden – Sie halten an!

00:35:06: Der Mann berichtet den Beamten aufgeregt von der toten Frau im Wald hinter dem Parkplatz.

00:35:11: Polizistinnen reagieren sofort und setzen über Funk eine Meldung ab.

00:35:16: In diesem Moment ändert sich die gesamte Lage des Einsatzes schlagartig Denn allen, die diesen Funk-Spruch hören ist klar was diese Mitteilung bedeutet.

00:35:26: Hier handelt es sich jetzt nicht mehr um einen vermissten Fall sondern um ein

00:35:30: Tötungsdelikt.".

00:35:33: Die Polizisten und die Hundeführer fahren mit dem Mann zum Parkplatz.

00:35:37: Dort treffen wenige Minuten später auch die Beamten der Sonderkommissionen und die Staatsanwaltschaft ein Und es gibt überhaupt keinen Zweifel Es handelt sich bei der gefundenen jungen Frau tatsächlich um Claudia.

00:35:49: Claudia ist vollständig bekleidet und es gibt keine Anzeichen für einen Sexualdelikt.

00:35:55: An ihren Handgelenken finden die Beamten jedoch Spuren einer Fesselung, die ganz klar darauf hindeuten dass Claudia gegen ihren Willen festgehalten worden war.

00:36:04: Die Fessel selbst ist aber nicht zu finden.

00:36:07: Am Fundort finden sich keine Spuren eines Kampfes Keine zertrampelte Vegetation, keine abgeknickten Zweige, keine Blutspuren.

00:36:17: Nichts deutet darauf hin dass sich hier ein Verbrechner abgespielt hat.

00:36:22: Die Ermittler gehen deshalb davon aus, das der Fundort der Leiche sehr wahrscheinlich nicht der Tatort ist.

00:36:28: Das bedeutet, Claudia ist nicht hier getötet worden.

00:36:32: Sie muss an einem anderen Ort ums Leben gekommen sein.

00:36:37: Wenige Stunden später findet eine Pressekonferenz statt.

00:36:40: Der Leiter der Sonderkommission bittet die Bevölkerung dringend um Mithilfe.

00:36:44: Wir gehen davon aus erklärt er dass es sich in diesem Fall um einen äußerst gefährlichen Sexualstraftäter handelt?

00:36:52: Vielleicht zur Erklärung.

00:36:54: Man geht da ja in den allermeisten Fällen von aus, das ist auf jeden Fall eine sexuell motivierte Tat ist auch wenn es hier nicht dazu gekommen ist.

00:37:05: man weiß ja nicht vielleicht durch Gegenwehr etc.

00:37:08: Ja der Leiter der Sonderkommission appelliert an alle Bürger Hinweise zu geben und mögen sie noch so unbedeutend erscheinen, so sagt er das.

00:37:18: Gesucht wird ein Mann der am Mittwochabend oder in den Stunden danach möglicherweise aufgefallen ist etwa durch Kratzspuren an den Händen oder im Gesicht oder sogar durch Blut an der Kleidung.

00:37:30: Jede einzelne Beobachtung könnte nun den entscheidenden Durchbruch in die Ermittlungen bringen.

00:37:36: Clauders Familie ist völlig verzweifelt und hofft inständig dass der Schuldige gefunden wird.

00:37:42: Am folgenden Tag liegt das Ergebnis der Obduktion vor.

00:37:46: Ein Sexualdelikt kann definitiv ausgeschlossen werden, stattdessen deuten die Befunde auf einen heftigen Kampf hin.

00:37:54: Claudia hat sich offenbar massiv gegen ihren Entführer zu wehrgesetzt – als Todesursache nennt der Polizeibericht stumpfe Gewalteinwirkung auf Kopf- und Halsbereich.

00:38:06: Doch ein wichtiges Detail bleibt ungeklärt – Claudias Brille ist verschwunden!

00:38:11: Es handelt sich um eine große, auffallende Brille mit einem rot-braunen Rahmen.

00:38:17: In dem rechten Bügel sind die Buchstaben O und F eingraviert.

00:38:22: Weder am Fundort der Leiche noch in der näheren Umgebung konnte die Brille gefunden werden.

00:38:28: Es ist daher nicht auszuschließen dass sie sich noch im Fahrzeug des Täters befinden.

00:38:32: könnte ein mögliches bislang fehlendes

00:38:35: Beweistück.".

00:38:37: Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

00:38:39: Immer wieder richtet die Polizei öffentliche Aufrufe an die Bevölkerung und bittet um Hinweise.

00:38:45: Irgendwo muss es jemanden geben, der etwas beobachtet hat – vielleicht ohne sich der Tragweite in diesem Moment bewusst gewesen zu sein?

00:38:53: Doch kein einziger Hinweis führt zu einem greifbaren Ergebnis.

00:38:57: Jede neue Aussage endet in einer Sackgasse, jede vermeintliche Spur verliert sich im Nichts!

00:39:06: Die Polizei sucht intensiv nach dem Fahrzeug, das die Zeugen beschrieben haben und nach dem Pfarrer des Wagens.

00:39:14: Trotz zahlreicher Hinweise konnte bisher niemand konkrete Angaben zum Kennzeichen machen.

00:39:19: Alle Zeugengaben lediglich an, dass es sich um ein Kennzeigen aus Oiskirchen handelte ohne die genaue Kombination der weiteren Buchstaben und Zahlen nennen zu können.

00:39:30: – Das Kürzel EU deckt den gesamten Zulassungsbezirk des Kreises OiskIRCHEN ab!

00:39:36: Alle Fahrzeuge, die in diesem Bezirk registriert sind tragen dieses Kennzeichen unabhängig davon ob sie in der Kreisstadt Euskirchen selbst oder in einem anderen Ort wie zum Beispiel Mechernicht, Zülpich, Bad Münster-Eifel, Reimbach und Schleiden angemeldet wurden.

00:39:54: Auch über das Modell des Fahrzeugs gibt es keine eindeutigen Angaben.

00:39:59: Die Zeugen machten unterschiedliche Aussagen, es könnte sich um einen VW Golf, einen Opel Cadet, einem Peugeot hundred vier oder einen Renault sechs gehandelt haben – oder ein vergleichbares Modell derselben Größe im Bauart.

00:40:15: Diese doppelte Unklarheit erschwert die Verhandlung erheblich.

00:40:19: Nicht nur das unvollständige Kennzeichen, sondern auch die unsicheren Angaben zum Fahrzeugtyp führen dazu dass tausende Autos in Frage kommen könnten.

00:40:29: Auch im Bezug auf die Farbe des Wagens herrscht Uneinigkeit.

00:40:33: Es war dunkel an dem Abend als Claudia überfallen wurde und der Erinnerungen der Zeugen reichen von Gelb hellblau, silber oder gold bis hin zu einer möglicherweise Hellbeschenlackierung.

00:40:47: Hinzu kommt die ungenaue Täter-Beschreibung.

00:40:50: Der Mann wurde als zwischen zwanzig und dreißig Jahre alt und etwa ein Meter seventy fünf groß beschrieben.

00:40:58: Vier Wochen lang suchen die Beamten der Sonderkommission Tag und Nacht nach dem Täter.

00:41:04: Mehrere Personen geraten zeitweise in den Fokus Doch alle potenziellen Verdächtigen können schnell entlastet werden, da sie glaubwürdige Alibis für den Tatzeitpunkt haben.

00:41:15: Nach vier Wochen intensiver Ermittlungen gibt es immer noch keine konkrete Spuren zum Fahrzeug oder zum Fahrer.

00:41:23: Trotz zahlreicher Zeugenbefragungen und der Überprüfung tausender Fahrzeughalter können die Beamten den Tatverdächtigenden nicht identifizieren.

00:41:33: Angesichts dieser ausweglosen Situation entscheidet sich die Polizei schließlich, die Ermittlungen vorerst einzustellen.

00:41:41: Der Fall bleibt ungelöst und der Tod von Claudia wird zu einem Codecase, der die Region und die Behörden noch lange beschäftigt.

00:41:49: Auch spätere Hinweise führen zu keiner neuen Spur so dass der Fall über viele Jahre ungeklärt bleibt.

00:42:01: Ja, der Wagen und der Fahrer sind nicht gefunden worden und der Täter wurde nicht überführt.

00:42:07: Und die Jahre vergehen?

00:42:08: Manchmal scheint es parallel zu anderen Fällen zu geben, doch dann bei genauerer Prüfung erweisen sich all diese Spuren als umzureichen oder führen völlig in eine ganz andere Richtung.

00:42:21: Keine davon bringt die Ermittlungen zurück zur Claudia – oder zu jener Nacht im März, und so bleibt dieser Mordfall eben über Jahrzehnte hinweg

00:42:32: ungelöst.".

00:42:33: Ja und hin und wieder gibt es auch noch einzelne Rückmeldungen aus der Bevölkerung, Menschen glauben nach Jahren etwas erkannt zu haben.

00:42:39: Sie erinnern sich an eine ähnliche Situation oder einen verdächtigen Wagen aber auch diese Spuren verlieren sich nach kurzer Prüfung im Nichts Und somit vergehen dann tatsächlich vierzig Jahre.

00:42:52: Der Mörder von Claudia ist immer noch ein freier Mann, der sich unerkannt durch seinen Alltag bewegt ohne dass jemand weiß welches schreckliche Verbrechen er zu verantworten hat.

00:43:04: Irgendwo da draußen läuft herum ein Mann mit einem ganz dunklen Geheimnis, vielleicht ist er ein Kollege, einen Freund, ein Ehemann und ein Vater.

00:43:17: Und genau darin liegt diese beklemmende Vorstellung die die Bewohner der Region Und sicher und vor allem auch die Familie über Jahre beunruhigt, dass sich dieser Täter vielleicht nicht irgendwo weit entfernt verbirgt sondern mitten unter ihnen lebt.

00:43:34: Ganz frei ganz unauffällig ganz unverdächtig!

00:43:39: Und dann sind wir im Jahr two-tausend zweiundzwanzig.

00:43:43: Claudia wäre jetzt sechzig Jahre alt.

00:43:45: Die siebziger Jahre liegen inzwischen weit zurück.

00:43:48: Deutschland ist wieder vereint Handys und das Internet gehören längst zum Alltag.

00:43:53: Die Welt hat sich verändert, doch dieses Verbrechen das nun über vierzig Jahre zurückliegt lässt die Ermittler nicht los.

00:44:00: Deshalb nimmt eine Cold Case-Gruppe im Jahr twenty-zweiundzwanzig die alten Akten erneut zur Hand prüft frühere Aussagen bewertet Spuren mit neuen Methoden und wendet sich wieder mit der Bitte um Hinweise an die Bevölkerung.

00:44:15: Und dann geschieht etwas völlig Unerwartetes Denn in Dezember zwei tausenddreien zwanzig geht bei der Polizei in Bonn ein anonymes Schreiben ein.

00:44:25: Ein Schreiben, das die Ermittler der Kultcase-Gruppe augenblicklich in Alarmbereitschaft

00:44:29: versetzt.".

00:44:30: Dieser anonyme Brief ist unter anderem adressiert an das Polizeipräsidium Bonn Direktion Kriminalität Mordkommission und er ist datiert auf den siebten Dezember zwei Tausend Dreiundzwanzig Da is Claudia schon vierundvierzig Jahre nicht mehr am Leben.

00:44:50: Sie wäre zu dem Zeitpunkt, als dieser Brief verfasst wurde dann einonsechzig Jahre alt gewesen und in diesem Brief behauptet der Verfasser etwas Unglaubliches.

00:45:02: Er behauptete den Namen des mutmaßlichen Mörders der damals siebzehnjährigen Claudia zu kennen.

00:45:08: Der Verfasser – es ist nicht klar ob sich um einen Mann oder eine Frau handelt – schreibt das er von der erneuten Suche nach dem Täter gehört hat die Schülerin Claudia Wilbert getötet hatte.

00:45:23: Er schreibt, ich selber bin erst nach neunzehnhundertneunundsiebzig geboren und so geht es weiter in den Brief Die Angelegenheit lasse sehr schwer auf mir.

00:45:35: Ich habe jemandem auf dem Sterbebett, dessen letzten Lebensstunden das Versprechen gegeben, die mir anvertrauten Informationen zur Aufklärung des Mordfalles Claudia Wilbard sagt, ihn nicht weiterzugeben.

00:45:49: Ja, es fällt schon in diesen wenigen ersten Sätzen dieses Briefes auf.

00:45:54: Wie kompliziert der eigentlich geschrieben ist?

00:45:56: So hochgestochen sehr steif würde ich sagen.

00:45:59: Sehr verschachtelt.

00:46:03: Zitat die mir anvertrauten Informationen sachdienlich weitergeben.

00:46:08: also hier schreibt jetzt nicht jemanden der mit Amtssprache oder offiziellen Schreiben nichts zu tun hat.

00:46:15: Wir werden noch sehen, dass sich das auf jeden Fall durchzieht.

00:46:17: Diese Art der Duktus.

00:46:20: Dieser Verfasser des Briefes sagt er hat also von jemandem, der wohl im Sterben lag etwas über den Fall Claudia erfahren und der Verfasser hätte dann zugesagt diese Angaben weiterzugeben.

00:46:33: dieser Sterbende steht so in dem Brief war ein Verwandter des Briefeschreibers.

00:46:39: aber jetzt in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis die beiden zueinander standen Erfährt man durch den Brief nicht?

00:46:46: Vielleicht Onkel Neffe, Großvater Enkel.

00:46:49: Wenn's denn auch überhaupt stimmt... Hier ein weiterer Auszug aus dem Brief.

00:46:55: Dieses Versprechen löse ich mit diesem Schreiben ein, ob schon nicht den Wahrheitsgehalt der mir anvertrauten Informationen nur unzureichend überprüfen kann.

00:47:05: So und dann wird es brisant!

00:47:07: Der Verfasser stellt nämlich in Aussicht das er entscheidende Angaben besitzt.

00:47:13: die im Fall Claudia Wilbert alles verändern könnten.

00:47:31: Der Verfasser des Briefes beschreibt nun ganz genau den Fundort der Leiche, er macht präzise Ortsangaben Und seine Beschreibung wirkt so sachlich und erschreckend konkret, als sei er selbst vor Ort gewesen oder als hätte ihm jemand der etwas aus erster Hand erfahren hat davon berichtet.

00:47:55: Ganz wichtig und entscheidend an dieser Stelle, er verfügt also eindeutig über Täterwissen – das bedeutet, er hat Informationen über eine Straftat die nur der Täter oder die Ermittlungsbehörden kennen können.

00:48:10: Und dann erklärt der anonyme Briefeschreiber, was es mit dem Auto des Täters auf sich hatte.

00:48:17: Das Auto des mutmaßlichen Täters hat er auf der Beifahrer-Seite einen deaktivierten oder ausgebauten Türöffner.

00:48:24: D.h.,

00:48:24: der Beiferer konnte die Tür von innen nicht öffnen.

00:48:27: Dieses Detail hat mein Verwandter immer wieder betont.

00:48:31: Wie genau er von diesem Umstand Kenntnis erlangte durch Zufall oder weil er einmal Beifahrer war kann ich mit Sicherheit nichts sagen.

00:48:40: Und dieser Umstand, das würde erklären warum der Täter Claudia durch die Fahrradtür ins Auto gedrängt hat.

00:48:48: Die Beifahrradtüre hatte er offenbar gezielt blockiert also es war eine Einbahnstraße dieses Autos.

00:48:56: Das spricht ja natürlich dafür dass er aktiv nach einem Opfer gesucht hat und dass seine Tat natürlich dementsprechend geplant war.

00:49:08: Der Verfasser des Briefes berichtet außerdem, dass ihm bereits in der Kindheit aufgefallen sei wie vorsichtig und ängstlich sich sein Verwandter immer verhielt.

00:49:20: Dieses Verhalten erscheint ihm rückblickend als besonders auffällig.

00:49:27: Die Angst meines Verwandten ist mir eindrücklich in Erinnerung geblieben.

00:49:32: Er hatte Angst vor allem ominösen Täter dass ein solcher an seiner Ehefrau oder seinen Kindern Gewalt üben könnte.

00:49:41: Der Verwandte legte sich wohl Schlagstöcke und Schreckschusswaffen bereit, er erklärte dem Verfasser des Briefes genau wann sie zum Einsatz kommen sollten.

00:49:50: Zur Verteidigung für den Fall, so schreibt das unser anonymer Absender falls die Familie explizit erwähnte immer wieder seine Ehe-Frau angegriffen würden.

00:50:02: Der Verwandte sagte immer, dass er Angst vor einem möglichen Einbruch hätte oder vor Bedrohungen, die – so heißt es in dem Brief – sein Arbeitsumfeld mitbrechte.

00:50:12: Sein Arbeitsum Feld schreibt der anonyme Verfasser hat objektiv aber nie eine Bedrohnung dargestellt.

00:50:21: Erst am Sterbebett offenbarten sich die Hintergründe seiner Angst.

00:50:25: Vorsicht und Vorsorge!

00:50:27: Er war unwillkürlich Mitwisser einer Tat geworden, die ein Zeitlebens verfolgte.

00:50:33: Also ich finde an der Stelle ein Stolperbmann über zwei Dinge.

00:50:39: Erstens find' ich's bisschen schwierig, denn man würde ja denken wenn es so einen anonymen Brief gibt dann wäre eigentlich klassisch dass sich der Mörder direkt jemandem antvertraut hat und der gibt diese Informationen in einem anonymen Schreiben weiter.

00:50:58: aber unser Anonyme-Briefeschreiber sagt ja Der, der sich ihm anvertraut hat weiß selber halt etwas über den Mörder.

00:51:07: Er selbst bekommt die Informationen sozusagen aus zweiter Hand.

00:51:10: Genau es geht über Eck.

00:51:12: Das macht's nicht gerade einfacher weil man sich die ganze Zeit fragt hey okay wer weiß was und was stimmt jetzt davon was in dem Brief steht?

00:51:22: Was ist auch nicht einfacher.

00:51:24: macht und darüber stolpert man nämlich auch über diesen Stil des Briefes.

00:51:32: Mir ist noch nie in all den Fällen, die wir schon so bearbeitet haben.

00:51:38: So ein ... Ich nenn's jetzt mal... Es ist kein Bekenner schreiben aber du weißt es geht in diese Richtung und Schublade.

00:51:43: So einen Brief haben wir noch nicht gesehen ne?

00:51:46: Nein!

00:51:46: Die sind sonst so kurz verfasst ohne Details.

00:51:48: Irgendwie so handschriftliche zwei Sätze irgendwie.

00:51:52: ich kenne den Mörder fragt mal in der Schmidtstraße oder also so ist das ja normal Ja Aber der ist schon sehr, sehr ungewöhnlich.

00:52:00: und ungewönlich ist eben dieser Stil.

00:52:03: Also von jemanden, der nach nineteenhundert angeblich neunundsebzig geboren wurde – das schreibt er ja -, der kam also nach der Tat zur Welt.

00:52:13: Also zum Beispiel, es schreibt Er, offenbatten sich die Hintergründe, schreibt jemand so, der in den achtziger-neinziger Jahren groß geworden ist?

00:52:23: Es ist alles sehr präzise, Ja, fast bürokratisch.

00:52:29: Der Verfassung ist auf jeden Fall auf einem überdurchschnittlichen Bildungslevel unterwegs würde ich mal sagen.

00:52:37: Das können wir uns glaube ich einigen.

00:52:40: Und er ist sehr geübt im verfassenlängeren Texte und er ist strukturiert, er trennt Fakten von Vermutungen.

00:52:47: Ich finde das fällt sofort auf und übrigens ist in diesem Brief auch kein einziger Rechtschreibfehler.

00:52:52: Es ist alles korrekt.

00:52:54: Jetzt könnten wir ja denken Würde man heute so verdenken, er hat den Brief mit JetGPT geschrieben.

00:53:01: Also eingetippt mit der Anmerkung Formuliere möglichst altmodisch aber der Brief ist aus dem Jahr dreiundzwanzig.

00:53:08: Jet GPT gibt es zwar schon seit zwei tausend zwanzig Aber ich kann mir jetzt nicht vorstellen dass das in der Form da schon möglich gewesen wäre.

00:53:18: und mir fällt auf wie vorsichtig dieser Briefe Schreiber ist.

00:53:23: Er will keinen Fehler machen Er relativiert, er sichert sich immer wieder ab.

00:53:28: Ja, sagt auch ich bin nicht sicher ob das stimmt so genau.

00:53:33: Die Kriminalpolizei nimmt den Inhalt des Briefes sehr ernst?

00:53:37: Aber es gibt eine Stelle.

00:53:38: die ist ein weiterer Stolperstein in dem Brief denn der Verfasser des Briefs erkundigt sich Ob DNA Material des Täters vorläge.

00:53:51: Eine Frage ist besonders dringend hat die Polizei am Tatort eventuell Täterspuren z.B.

00:53:57: DNA sichern können, welche mit den Methoden des Jahres neunzehntneunzebzig nicht ausgewertet werden konnten – heute aber mit Sicherheit die Täterschaft belegen

00:54:06: könnten.".

00:54:08: Im Jahr Neunzehnhundertneunundsiebzig stand die DNA-Analyse in der Kriminalistik noch nicht zur Verfügung.

00:54:15: Zu diesem Zeitpunkt waren Ermittlungen auf klassische Methoden wie also Fingerabdrücke, Zeugenaussagen, Kartortspuren oder Blutgruppenbestimmungen beschränkt.

00:54:25: Eine eindeutige Identifizierung des Täters durch moderne DNA-Analysen war da noch nicht möglich, aber jetzt im Jahr eindeutig einer Person zugeordnet werden.

00:54:44: Ja, und der Verfasser des Briefes bittet die Kriminalpolizei den Stand der Dinge in Bezug auf DNA-Spuren zu veröffentlichen?

00:54:52: Bitte geben Sie Informationen darüber ob damals Täterspuren, DNA etc.

00:54:58: am Tatort sichergestellt wurden.

00:55:00: so schreibt er das.

00:55:02: Also entweder möchte sich dieser Briefe Schreiber absichern.

00:55:06: Das bedeutet er ist bereit Namen des mutmaßlichen Täters zu nennen.

00:55:12: Aber es ist ihm wichtig, dass seine Aussage seriös und verbindlich überprüft werden kann mit einem DNA-Abgleich.

00:55:21: Er will niemanden falsch beschuldigen.

00:55:24: Ja aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit.

00:55:28: Der Verfasser könnte auch selbst der Täter sein Und will einfach sicher gehen Dass die Kriminalpolizei gegen ihn nichts in der Hand hat.

00:55:35: Also das ganze Ding Trojanisches Pferd.

00:55:39: dieser Brief aufgeblasen, um auszulöten.

00:55:42: Um diese Informationen zu bekommen?

00:55:44: Ja.

00:55:45: Haben die eigentlich DNA, die ermitteln wieder?

00:55:47: das glaube ich.

00:55:48: der hat irgendwie rausgekriegt.

00:55:50: oh da ist so ein Cold Case Team unterwegs.

00:55:54: Oh mein Gott wenn die jetzt DNA haben und dann hat er sich das überlegt.

00:55:58: Das ist die andere Möglichkeit.

00:56:00: Aber diese Information ob DNA Material vorliegt oder nicht Die wird von der Kriminalpolizei natürlich nicht veröffentlicht.

00:56:07: So, wir haben jetzt diesen Briefeschreiber glaube ich so mehr oder weniger gut kennengelernt und jetzt stellt sich die Frage was ist es für ein Mensch?

00:56:15: Wer könnte das sein?

00:56:17: Ist es wirklich ein Verwandter des Mannes der in die Tat eingeweiht war?

00:56:24: Oder ist er – das haben wir gerade schon im Betracht gezogen – der Täter selbst.

00:56:30: Was mir jetzt noch so einfällt….

00:56:32: Ich steupe die ganze Zeit über den komischen Stil von dem Brief.

00:56:37: gibt es nicht noch eine weitere Möglichkeit.

00:56:39: Ich habe die ganze Zeit einen Pfarrer im Kopf.

00:56:43: Ach, weil könnte es nicht sein dass dieser Mann der ihm alles erzählt hat ja das er da die letzte Beichte abgenommen hat?

00:56:54: Könnte das der Kontext sein?

00:56:56: ich stolper wegen des Sterbebettes darüber und da hat ihm Ja, da hat sich jemand offenbart und da ist dann jetzt ein Fahrer der ja mit sich natürlich auch hadert.

00:57:07: Weil eigentlich hat er ja... Ist das ein schweige Gelöbnis?

00:57:12: Ich weiß nicht wie man es nennt beim Fahrer.

00:57:14: Auf jeden Fall darf er das Baichgeheimnis nicht brechen und andererseits hat er eine ganz schreckliche Wahrheit erfahren.

00:57:21: Ich finde den Stil würde so passen.

00:57:25: Kannst du da mit was anfangen?

00:57:27: Ja, ja.

00:57:27: Der ganze Stil des Briefes ist ja so pastoral.

00:57:30: Das könnte auch eine Predigt verfassen.

00:57:33: Es offenbarte sich mir und so weiter.

00:57:36: Achso!

00:57:36: Und du meinst damit er nicht identifiziert werden kann dieser Pfarrer gibt er sich als einen jüngeren Verwandten dieses Mitwissers aus.

00:57:43: Einfach mal noch so ne Hypothese denn was mir so auffällt is diese Diskrepanz weil der Verfasser des Briefs will dass das Verbrechen auf jeden Fall aufgeklärt wird.

00:57:57: Er sagt, durch den anderen, also der, der sich am Sterbebett offenbart hat, kennt er jetzt den Täter.

00:58:03: Er kennt den Namen und er sagt, er sei auch noch am Leben.

00:58:07: Trotzdem nennt er andererseits den Namen nicht!

00:58:09: Er bleibt dann doch anonym – und wir greifen jetzt mal vor, er meldet sich später nie

00:58:16: wieder.".

00:58:17: Und eine ganz andere Möglichkeit könnte es einen Trittbrettfahrer geschrieben haben?

00:58:22: Also jemanden, die sich nur wichtig machen

00:58:24: will?!

00:58:24: glaubt ja die Polizei nicht, die nimmt sehr ernst.

00:58:27: Glaube ich auch nicht!

00:58:29: Ich finde dazu ist das Schreiben atypisch formuliert also sehr vorsichtig.

00:58:35: so ein Betrüger, so einen Aufschneider hätte glaube ich mehr dramatisiert und so getaner sei er felsenfest von irgendwas überzeugt von irgendeiner Info.

00:58:45: aber der Verfasser ist ja so vorsichtig auch unsicher dass es eigentlich wohl eher merkmal für eigene Erinnerungen.

00:58:55: Also dieses ja möglicherweise, ich kann es nicht mehr mit Sicherheit sagen so weit ich erinnere oder so.

00:59:02: das würde jetzt kein Trippbrettfahrer so schreiben oder jemand der einfach nur Aufmerksamkeit sucht.

00:59:09: und auch ja übrigens die Tatsache dass dieser Briefe Schreiber eindeutig über Täterwissen verfügt widerspricht der These des Tripprät Fahrers.

00:59:22: Ich würde mal gerne an euch die Bitte richten.

00:59:26: Schreibt uns eure Hypothesen, was kommt euch noch in den Sinn?

00:59:31: Lasst uns mal gemeinsam spekulieren!

00:59:34: Ich glaube das ist ganz gut hier an der Stelle.

00:59:37: Ja also deine Theorie mit dem Pfarrer finde ich mehr als beeindruckend.

00:59:41: da passt vieles.

00:59:43: Ist wirklich nur ein Bauchgefühl.

00:59:45: Der Täter kannte sich jedenfalls in der Gegend rund um Rheinbach sehr gut aus so schreibt es der Verfasser des Briefes Aber zum Tatzeitpunkt lebte er nicht mehr in der Eifel.

00:59:59: bzw.

01:00:00: dem näheren Umland, später dann auch durch überregionalen

01:00:26: Wohnortwechsel.".

01:00:30: Die Kriminalpolizei sucht nach dem Verfasser des Briefes vergeblich.

01:00:34: Er gibt sich nicht zu erkennen und alle Versuche seine Identität einzugrenzen laufen ins Leere.

01:00:41: Der Briefeschreiber bleibt verschwunden – kein Rückmeldung, kein weiterer Kontakt, kein zweites Schreiben!

01:00:47: Die Ermittler versuchen das Muster zu verstehen.

01:00:50: war es ein einmaliger Impuls?

01:00:52: Ein Gewissenskonflikt oder der gezielte Versuch, die Ermittlungen in eine bestimmte Richtung zu lenken.

01:00:59: Jede Möglichkeit wird geprüft – doch keine lässt sich

01:01:02: belegen.".

01:01:03: Bitte lassen Sie nicht unnötig Zeit vergehen!

01:01:07: So endet der Brief des Unbekannten.

01:01:09: Der mutmaßliche Täter ist schon über siebzig Jahre alt.

01:01:13: Zitat Ende.

01:01:15: Aber der Verfasser des Briefes hat sich nie wieder gemeldet und auch niemand, der ihn erkannt haben könnte….

01:01:23: Also nochmal Wenn irgendjemand da draußen erstens eine Idee hat zu diesem Briefeschreiber oder noch besser irgendwelche Informationen hat, dann meldet euch bitte.

01:01:40: Darüber hinaus würde uns eure Meinung interessieren und nicht einfach um in so einer Sensationslust sich darüber auszulassen, sondern eins ist zum jetzigen Zeitpunkt klar der Weg zum Mörder von Claudia scheint zu diesem Zeitpunkt nur noch über diesen Briefeschreiber zu führen.

01:02:01: Das heißt wenn es möglich sein sollte den Verfasser des Briefes zu finden steigt die Möglichkeit das auch der Mörde gefunden wird.

01:02:13: und genau darum geht's!

01:02:17: Der Fall Claudia Wilbert ist bis heute umgeklärt.

01:02:20: Claudia wäre heute fünfundsechzig Jahre alt.

01:02:24: Wir wissen nicht, was sich Claudia für ein Leben erträumt hatte wir wissen nicht wie ihr Leben eigentlich verlaufen wäre aber wir wissen dass diese schreckliche Nacht alles verändert hat und das ein einziger Moment genügte um eine Zukunft auszulöschen bevor sie beginnen konnte.

01:02:44: Und deshalb sind heute unsere Gedanken bei Claudias Familie.

01:02:50: Ja... Ein Spannender Fall.

01:02:54: Ein sehr trauriger Fall und vor allem ein sehr mysteriöser Fall, der wird uns glaube ich noch länger beschäftigen.

01:03:02: Und wenn ihr uns schreiben wollt dann bitte an infoetspurlos-podcaste.

01:03:09: Sebi ganz herzlichen Dank für die umfangreiche Vorbereitung und natürlich auch fürs miterzählen.

01:03:16: Ich danke dir!

01:03:18: Danke an euch fürs zuhören bis ganz bald aufeinander auf.

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